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Quelle: Mainpost (08.12.2008)
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Höhepunkt im Konzertjahr der Wallfahrtskirche

Mariensingen: Musik sendet Trost ins Herz


Für Liebhaber temperamentvoller Weihnachtsmusik sang „Da Capo“ aus Sackenbach „Senora dona Maria“, eine südamerikanische Huldigung Mariens. FOTO Gisela Büdel

MARIABUCHEN. Eine Sternstunde erhellte am zweiten Adventssonntagabend die „dunkle und stille Zeit“, wie das Mariensingen in der Wallfahrtskirche überschrieben war. Dass es nur noch Stehplätze gab, spricht für die Wertschätzung für die musikalische Besinnungsstunde.

„Loslassen, nach innen horchen und einlassen auf die Stimmung bei Kerzenschein und Musik.“ – Klothilde Reichert fand die richtigen Worte für den gefühlvollen Augenblick und begleitete Zuhörer und Musikanten auf der Suche nach dem Geheimnis der Weihnacht. Es war tatsächlich einmal wieder ein wohltuendes Stück der „staden Zeit“, die wir im Alltag oft vermissen.

Der Kirchenraum war eineinhalb Stunden lang erfüllt von Chormusik und Instrumentalklängen. Die Alphornbläser Frammersbach unter Leitung von Michael Friedel eröffneten den Melodienreigen mit dem „Choral von Luzern“. Alpenländische Stimmung verbreiteten die drei Bläser mit dem „Abendfrieden“ und dem Tiroler Volkslied „Es wird scho glei dumpa“.

Blasmusikklänge erschallten aus dem Altarraum: Imposant und mächtig entführte die Rodenbacher Blaskapelle das Publikum in „Hohe Himmelshöhen“ und intonierte unter Dirigent Roland Schwab Loblieder auf die Himmelskönigin. Nach dem „Adventsjodler“ und traditionellen Liedern überbrachte der gemischte Chor aus Sackenbach (Leitung: Annette Böhm) eine Adventsbotschaft aus Chile, wo die Heilige Nacht in einer warmen Sommernacht gefeiert wird: „Da Capo“ huldigte „Senora dona Maria“. Das südamerikanische Weihnachtslied „Senora dona Maria, que le traigo a mi hijito“ („Mutter Maria, was soll ich meinem Kleinen mitbringen?“) ließ andere Temperaturen förmlich spüren. Der vielschichtige Rhythmus wurde unterstrichen von Sebastien Schmitt (Gitarre), Johanna Tauer-Söllner (Blockflöte) und Josef Schmitt (Percussion).

Sorgsam ausgewählt waren die Beiträge von Sieglinde Stamm und ihrer Wombacher Saitenmusik. An Hackbrett, Zither und zwei Gitarren setzten die vier Musikerinnen das selbst komponierte Konzertmotto „O du dunkle stille Zeit“ feinfühlig um. Das Quartett schuf mit der Interpretation alter Menuette und gesungenen Weisen eine tief berührende Atmosphäre.

„Was ist tröstlicher auf der Welt, als zu wissen, dass man eine Mutter hat?“, habe sich Pater Paul Kusiak während des Mariensingens gedacht. Er sei zu dem Schluss gekommen: „Musik verbindet und sendet Trost ins Herz.“ Für dieses vorweihnachtliche Geschenk dankte der Pater den Musizierenden mit Sieglinde Stamm an der Spitze, die das Mariensingen bereits zum zehnten Mal organisiert hatte. Seiner Bitte um einen Applaus, „dass die Kirche wackelt“, folgte das beeindruckte Publikum zu gerne. Der christliche Segen und das gemeinsam gesungene „Wunderschönprächtige“ zu den Klängen der Rodenbacher Blasmusik entließen die Zuhörer in die zweite Adventswoche.

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